Brita-Bebauungsplan: Ortsangepasste Höhen, Größen und Gestaltungen auch perspektivisch für Neuhof extrem wichtig

In Aufstellung:
Brita-Bebauungsplan mit 17,8 Hektar oder 178.000 qm.
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Bei der Bürgerveranstaltung Anfang September hatte einer der Planer seine Meinung ja schon kund getan: eigentlich hält er landschaftsplanerisch kaum etwas in Neuhof für schützenswert.

"Könnte es sein, dass die Argumentation damit dem beauftragten Ergebnis folgt? Und werden damit die üblichen Regeln einer ordentlichen Planung umgekehrt?" fragt ein befreundeter Landschaftsplaner leicht verzweifelt.

Wie auch immer: es ist schon heute absehbar, dass es weitere auch große Gewerbeansiedlungen in Neuhof an verschiedenen Ecken in der Zukunft geben wird, siehe auch dieser Blog-Beitrag. Aus welcher Geschäftssparte und mit welchen Ansprüchen an die Betriebsgebäude ist (öffentlich) noch unbekannt. Trotzdem sollte man das bei den heutigen Entscheidungen zum Brita-Bebauungsplan "mitdenken". Denn insbesondere das geplante Hochregallager, aber nicht nur das, wird Neuhof landschaftsgestalterisch sicher nicht aufwerten. Auch deshalb ist es wichtig, sich schon heute für ortsangepasste Festsetzungen im Brita-Bebauungsplan einzusetzen.

Damit es bei späteren Vorhaben nicht einfach heißt:

"Was wollt Ihr Neuhofer? Bei Euch ist spätestens mit dem Bau des Hochregallagers sowieso schon "Hopfen und Malz verloren". Ihr wohnt nunmal in Taunussteins hässlichstem Stadtteil. Landschaftsgestalterisch muss in Neuhof gar nichts mehr beachtet werden und jede gestalterische Zumutung ist erlaubt und hinzunehmen."

Aus meiner Sicht ist es also auch mit Blick auf die Zukunft wichtig, im Brita-Bebauungsplan ortsangepasste Größenverhältnisse und Gestaltungen für unseren Stadtteil festzusetzen. Wenn da jede Firma ihre Forderungen planerisch selbst vorantreiben kann und das dann auch genehmigt bekommt, läuft das bei der Ortsgestaltung komplett aus dem Ruder.

An einer entscheidenden Weichenstellung zur weiteren Entwicklung und Gestaltung Neuhofs sind wir genau JETZT.

Kommentare

  1. Sehr richtig!
    Und deswegen sollte man sich auf keinen Fall mit kleinen Zugeständnissen und Kompensationsangeboten abspeisen lassen, bzw. nicht von vornherein, im Glauben, da sei sowieso nicht mehr zu erreichen, nur mit Gebäudeabmessungen und Fassadengestaltungen beschäftigen.
    Die viel wesentlicheren Fragen lauten:
    Wie wollen wir in Neuhof in Zukunft leben?
    Wie bleibt Neuhof lebenswert?
    Kann Neuhof ein lebenswerteres werden?
    Und last but not least:
    Wie können die Nachhaltigkeits- und Klimaschutzziele erreicht werden mit den Ausbauplänen?
    Geht das überhaupt zusammen, oder wie muss das aussehen?

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